
Gewerbe & freiland
Photovoltaik für Gewerbe und Freiflächen in Sachsen-Anhalt
Hallendach, Stall, Parkplatz oder Acker: Wir planen Anlagen von gut 30 bis 280 kWp nach Ihrem Lastgang – und haben sie in Bismark, Zahna-Elster, Reichenbach und Leipzig gebaut.
Lastgang zuerst: Wann braucht Ihr Betrieb Strom?
Bei Gewerbeanlagen entscheidet nicht die Dachfläche, sondern Ihr Verbrauchsprofil. Ein Betrieb mit Kühlung, Druckluft oder Produktion am Tag verbraucht Solarstrom direkt, während er entsteht – das ist der wirtschaftlichste Fall. Ein Betrieb mit Spitzen am frühen Morgen oder in der Nachtschicht braucht eine andere Auslegung, vielleicht einen Speicher, vielleicht eine kleinere Anlage. Deshalb beginnen wir mit Ihrem Lastgang: den Viertelstundenwerten vom Netzbetreiber oder, falls nicht vorhanden, einer Messung über einige Wochen. Daraus legen wir die Anlagengröße so fest, dass möglichst viel selbst verbraucht wird und möglichst wenig ungenutzt ins Netz geht.
Eigenverbrauchskonzept und Netzanschluss
Aus Lastgang, Dachflächen und Netzanschlusskapazität entsteht das Eigenverbrauchskonzept: Welchen Anteil des Betriebsstroms deckt das Dach, was passiert mit dem Überschuss, braucht es einen Speicher für Lastspitzen oder eine Begrenzung der Einspeiseleistung? Wir stellen die Netzverträglichkeitsanfrage beim Netzbetreiber, kümmern uns um Wandlermessung oder Mittelspannungsanschluss, wenn die Anlagengröße das verlangt, und um den Eintrag im Marktstammdatenregister. Für Agrarbetriebe mit mehreren Gebäuden – wie in Büste bei Bismark – planen wir die Verteilung über mehrere Dächer und Zuleitungen so, dass alles an einem Zählpunkt zusammenläuft, soweit der Netzbetreiber das zulässt.
Direktvermarktung bei großen Anlagen
Anlagen mit mehr als 100 kW Leistung müssen ihren Überschuss in der Direktvermarktung verkaufen – über einen Direktvermarkter, der den Strom an der Börse platziert und die Marktprämie abrechnet. Auch kleinere Anlagen können freiwillig wechseln, was sich bei größeren Überschussmengen lohnen kann. Technisch braucht es dafür eine Fernsteuerbarkeit der Anlage und ein passendes Messkonzept. Wir bereiten die Anlage darauf vor, stellen den Kontakt zum Direktvermarkter her und begleiten die Einrichtung. Für Anlagen in der Größenordnung von Bismark, Zahna-Elster, Reichenbach und Leipzig gehört die Direktvermarktung von Anfang an zur Planung.
Referenzen: fünf Gewerbedächer, 966 kWp
Alle fünf Anlagen haben unsere Monteure selbst gebaut, Ort und Leistung sind dokumentiert. Luftaufnahmen von Büste, Zahna-Elster und Reichenbach finden Sie bei den Projekten.
- Bismark (Altmark), Ortsteil Büste · 280 kWp · Juli 2025 · Agrarbetrieb, Anlage über mehrere Dächer – unser bislang größtes Projekt
- Zahna-Elster · 267 kWp · Oktober 2024, 2025 erweitert · Gewerbeobjekt, Flachdach
- Reichenbach · 195 kWp · September 2024 · Gewerbeobjekt
- Leipzig · 190 kWp · Mai 2025 · Gewerbeobjekt in Sachsen
- Bad Suderode (Harz) · 34,2 kWp · Juli 2022 · Gewerbeanlage am Harzrand
Freiflächenanlagen: Acker, Konversionsfläche, Betriebsgelände
Freilandanlagen brauchen mehr Vorlauf als Dachanlagen: Je nach Lage ist ein Bebauungsplan oder zumindest eine Baugenehmigung nötig, dazu Netzanschlusspunkt, Zuwegung, Einzäunung und oft ein Blendgutachten. Auf Betriebsgelände oder Konversionsflächen geht es meist schneller als auf Ackerland. Wir prüfen zuerst, ob Netzanschluss und Baurecht realistisch sind, bevor Sie Geld in Gutachten stecken. Dann folgen Unterkonstruktion, Rammpfosten, Modulreihen, Wechselrichterstationen und Kabeltrassen – gebaut von unseren Monteuren. Private Freilandanlagen auf dem eigenen Grundstück sind ebenfalls möglich, oft als Ergänzung zu einem bereits belegten Dach.
So läuft ein Gewerbeprojekt bei uns
- 01
Erstgespräch und Lastgang
Sie schicken Stromrechnung und, wenn vorhanden, Lastgangdaten. Wir sichten Dächer oder Flächen per Luftbild oder Drohne.
- 02
Konzept und Wirtschaftlichkeit
Anlagengröße, Eigenverbrauchsquote, Speicheroption, Netzanschluss – mit Ertragsprognose statt Bauchgefühl.
- 03
Netzanfrage und Genehmigungen
Netzverträglichkeitsprüfung, bei Bedarf Bauantrag und Statiknachweis fürs Dach.
- 04
Bau bei laufendem Betrieb
Montage in Etappen, abgestimmt auf Produktion und Anlieferung. Netzabschaltung nur kurz zur Inbetriebnahme.
- 05
Inbetriebnahme, Direktvermarktung, Monitoring
Fertigmeldung, Marktstammdatenregister, Monitoring für Ihre Haustechnik, Einrichtung der Direktvermarktung.
Hält mein Hallendach die Anlage?
Das prüft ein Statiker anhand der Bestandsunterlagen und der Schneelastzone – in der Börde gilt eine andere als am Harzrand. Trapezblechdächer tragen oft nur begrenzte Zusatzlasten; dafür gibt es leichte Unterkonstruktionen, die direkt auf die Hochsicken geklemmt werden. Wir holen den Statiknachweis ein, bevor wir ein Angebot abgeben, nicht danach.
Muss die Produktion während der Montage stillstehen?
In der Regel nicht. Dacharbeiten laufen bei normalem Betrieb, Materialanlieferung und Kranstellung stimmen wir mit Ihrem Ablauf ab. Einen kurzen Netzausfall gibt es nur bei der Inbetriebnahme, wenn der Zähler gewechselt und die Anlage aufgeschaltet wird – den legen wir auf einen Termin, der Ihnen passt.
Was ist mit Trapezblech-, Sandwich- oder Foliendächern?
Alle drei sind machbar, brauchen aber unterschiedliche Befestigung. Auf Trapezblech klemmen wir Kurzschienen auf die Hochsicken, auf Sandwichpaneelen setzen wir Spezialhalter, auf Foliendächern arbeiten wir mit ballastierten oder dachhautverklebten Systemen, die die Abdichtung nicht durchdringen. Wichtig ist dabei immer die Freigabe des Dachherstellers, damit dessen Gewährleistung erhalten bleibt.
Wie lange dauert ein Gewerbeprojekt?
Länger als ein Einfamilienhaus, vor allem wegen des Netzanschlusses: Die Netzverträglichkeitsprüfung dauert je nach Netzbetreiber einige Wochen bis Monate, ein eventueller Bauantrag kommt dazu. Die Montage selbst ist bei einer Dachanlage von 200 kWp eine Sache von Wochen. Eine belastbare Zeitplanung bekommen Sie mit dem Konzept – pauschale Versprechen machen wir nicht.
Alles aus einer Hand
In vier Schritten aufs Dach.
Ein Ansprechpartner begleitet Sie von der ersten Frage bis zur laufenden Anlage.
Beratung & Dachcheck
Vor Ort · online · Drohne
So geht’s
Vor Ort, online oder per Drohne: Wir sehen uns Dach, Zählerschrank und Verbrauch an und sagen ehrlich, was sich lohnt.
Planung & Anträge
Meist 2–6 Wochen
So geht’s
Sie erhalten ein Angebot mit Ertragsprognose; wir übernehmen Netzanmeldung, Förderanträge und den Eintrag ins Marktstammdatenregister.
Lieferung & Montage
Meist 2–3 Tage am Haus
So geht’s
Unsere eigenen Monteure sind meist zwei bis drei Tage auf Ihrem Dach – Gerüst, Module, Wechselrichter, Zählerschrank.
Inbetriebnahme & Service
Dauerhaft erreichbar
So geht’s
Wir nehmen in Betrieb, melden die Anlage fertig, richten Ihre Monitoring-App ein und bleiben Ansprechpartner für Wartung und Störungen.
Weitere leistungen
Was sonst noch zu Ihrem Dach gehört
Speicher, Wallbox, Wartung – vieles lässt sich gleich mitplanen oder später ergänzen.
Lastgang da? Dann reden wir konkret.
Schicken Sie uns Stromrechnung und Lastgang, wir melden uns mit einer ersten Einschätzung. Für Gewerbeprojekte fahren wir auch weiter – Leipzig und Zahna-Elster stehen in unseren Referenzen.
